Anlässlich der Messerstecherei an einer Wiener Schule, wo im Zuge einer Rauferei ein 14-Jähriger durch zwei Messerstiche eines 15-jährigen Klassenkameraden gestorben ist, denke ich viel über unsere Kinder nach. Viel wird jetzt darüber geschrieben und geredet. Meiner Meinung nach sind zwei Leben dadurch zerstört worden, mit allen bitteren Konsequenzen. Die Familien Beider werden sich Vorwürfe machen, oder eben (aus Selbstschutz) einen anderen Schuldigen finden. Vielleicht hilft den Hinterbliebenen auch der Glaube an ihren Gott. In solchen Situationen, die mich nicht unmittelbar betreffen, frage ich mich immer, was kann ich dagegen tun ? Ich bin der Meinung, wenn ich ein besserer Mensch sein kann, dann färbt mein Wesen auf meine Umwelt ab, dann wird meine, kleine Welt eine bessere. Viel mehr kann ich nicht tun, aber auch nicht weniger.
Genügt das?
Das kann ich nicht sagen, aber es bleibt mir nichts anderes über, denn die Welt kann ich nicht retten. Ich kann nur hoffen, dass wir alle an einem Strang ziehen, damit unsere kleinen Welten besser werden.
Die Kinder sind unsere Zukunft ! Sie sind unser Leben !
Immer wieder versuche ich die Welt mit Kinderaugen zu sehen, denn sie zeigen das wirklich wesentliche !
Wesentlich ist nicht, ob ich in einem 4 Sterne Hauben Hotel essen gehe, sondern wesentlich ist, dass ich esse, wenn ich Hunger habe.
Wesentlich ist nicht, dass ich in Designer Kleidung durchs Leben stolpere, sondern wesentlich ist, dass ich einen Pulli habe, wenn es kalt ist.
Wesentlich ist nicht, dass mein Telefonbuch mit lauter Nummern von Freunden überquillt, sondern wesentlich ist, dass mich Jemand tröstet, wenn ich weine.
Das größte Glück empfinde ich (unter anderem), wenn mich ein Kind anlächelt, wenn es mich wahrnimmt, wenn es mir winkt oder auch nur die Zunge raus streckt.
Bei manchen Kindern in meinem sozialen Umfeld, spüre ich ihre Liebe so stark, dass mein Herz übergeht vor Freude und dabei haben sie mir noch nie gesagt:
„ Ich hab` dich lieb“
(ausser einem kleinen Mädchen).
Da frage ich mich, warum ich diese Worte unbedingt von meinem Ex hören wollte, wenn es doch nur Worte sind, die man auch ungesagt spüren sollen könnte ?!
Es wird immer irgendwo eine Messerstecherei geben, einen Krieg im Großen (nicht nur der „große“ Amerikaner führt Krieg) und im Kleinen (gut, dass ich heute keinen Streit hatte!), aber ich denke wichtig ist, dass Jeder Einzelne versucht, eine Welt zu schaffen, in der er gerne leben würde.
1716 mal gelesen
Noch zwei Stunden, dann bin ich im Urlaub.
Die letzten Wochen waren hart, die Stunden sind verflogen, wurden zu Tagen und schließlich zu Wochen.
Ich habe versucht 150 % zu geben, im Job und in der Freizeit. Ich habe wenig geschlafen und hatte doch immer das Gefühl ausgeschlafen zu sein.
Nebenbei habe ich abgenommen und wäre letzten Samstag beinahe umgefallen,, weil mein Kreislauf nicht mehr mitgespielt hat.
Und jetzt ist Schluss !
Meine Mitte ist mir abhanden gekommen. Ich laufe unrund. Manchmal bin ich gar nicht ich selbst.
Ich bin selbstgefällig, überheblich, großkotzig und ungerecht.
Damit ist jetzt wieder Schluss !
Ich mache jetzt Urlaub,
Urlaub vom Job,
Urlaub von meinem Ego,
ich werde wieder zu meiner Mitte finden,
in den nächsten Tagen,
damit ich morgens wieder mit einem Lächeln den Tag beginnen kann und abends ebenso wieder einschlafen.
1460 mal gelesen
Nach einem langen, anstrengenden (urgschissenem) Tag, andem ich nach der ersten Halbzeit des Rapid Matches, freiwillig, ins Bett gefallen bin, hatte ich einen wunderschönen Traum:
ich war mit meinem Baby unterwegs, es war glücklich und ich auch, es war hungrig und ich habe ihm was zum Essen gemacht, es gluckste und lachte, wir hatten viel Spaß, alles war harmonisch und im Einklang,...
Der Traum läßt viele Fragen offen,
mich würde brennend interessieren, ob es ein Bub oder ein Mädchen war (weil mir das im Grunde egal ist, war das Baby, im Traum, neutral gekleidet)
ich weiß nicht, wer der Vater war (weil mir das im Grunde egal ist,... :))
usw.
Jedenfalls war es ein wunderschöner Traum und ein wirklich netter Ausgleich nach einem Tag, an dem ich fast übergeschnappt wäre,....
2102 mal gelesen
Dakota ist ein weißes Pferd mit weißer Mähne und langem weißen Schweif, blauen Augen und einem irrem Temperament. Weiters hat sie eine Wahnsinns Geduld (schließlich hat mein Aufstieg ziemlich lang gedauert :)) und einen immerwährenden Hunger auf frisches, saftiges, grünes Gras ! Das war auch unser einziger Reibungspunkt. Denn der Trainer war der Meinung, dass geritten wird und nicht gegrast und ich war viel zu weich ihr zu „sagen“, dass sie die Fresserei lassen soll (eh klar, ich esse ja auch sehr gerne:)). Erst als H. zweimal hintereinander absteigen musste, weil sich das blaue Sicherungsseil in ihrem Vorderfuß verfangen hatte (beim grasen) und er langsam auf MICH sauer wurde, weil ICH ja wohl das Pferd im Griff haben sollte, wenn ICH schon drauf sitze (peinlich, vor allem auch weil wegen meiner Nachlässigkeit drei weitere Pferde samt Reiter still stehen mußten ) wurde ich strenger zu ihr und schon ging sie brav durch die Wiese. Weil sie die Hufeisen frisch runter bekam, war die Wiese ja auch angenehmer für sie, als der Schotter.
Ansonsten bekam ich ziemlich viel Informationen an die Ohren geklatscht während ich versuchte Dakota in den Griff zu bekommen. Nach einiger Zeit entschuldigte sich H. auch, weil er wusste, dass er mich überforderte, er aber meinte, das vertrage ich schon.
Jedes Mal, wenn ich meine Position am Sattel verstärkte, wollte Dakota losstürmen, aber ich war noch nicht soweit und H. quatschte, im Schritt neben mir reitend, weiter auf mich ein. Symbolisch könnte man sagen, Dakota und ich waren heiß auf Tempo :)
Endlich durften wir traben, woraus ziemlich bald der erste Galopp wurde. Ich war unsicher und rief:" Gell, jetzt kommts ?" Leider bekam ich keine Antwort, weil H. mit seinem Lachkrampf , den Pferden und der Sicherheitsleine beschäftigt war. Wieder im Schritt nebeneinander reitend und nach einer kurzen Schnaufpause fragte ich nach und bekam bestätigt, dass das schon mal der erste kurze Galopp war.
Dann war ich so mit mir beschäftigt (wahnsinn, galoppiert und nix passiert), dass zwei weitere Kurzgalopps an mir vorüber gingen :)
Und dann war es endlich soweit, ich durfte das Tempo bestimmen und ich habe Dakota angefeuert und angefeuert und angefeuert und zwischendurch gelacht und so was, wie Pfeffer im Arsch gerufen, während an meiner Seite H. mit seinem Pferd und der Sicherheitsleine beschäftigt war und mir immer wieder irgendwelche Kommandos gab, die ich automatisch befolgte ( ich glaube ich musste immer wieder an den Zügeln nachgreifen). Dann waren schon die anderen vor uns und wir mussten bremsen. Ich war in voller Fahrt, hatte „Blut“ geleckt und fragte tatsächlich, ob wir unsere Mitreiter „überholen“ dürfen, damit wir das Tempo bestimmen konnten.
Und dann ging die Post ab, ich kann mich nur noch erinnern, dass ich mit Dakota einfach eins war, nur sie und ich, sie ist sogar mal gestolpert im rasanten Galopp und es war egal (H. rief: super und weiter), ich habe sie nur noch angefeuert und dann wurde sie langsamer (immer noch Galopp, aber verhalten) und ich habe das sofort akzeptiert, wir wurden langsamer, trabten und ich merkte, dass ich gar nicht sicher im Sattel saß. Dakota hat unsere Ungleichheit gespürt und hat mir zu verstehen gegeben, dass galoppieren mit Reiter vielleicht grad angesagt ist. Ich gebe zu, ich war so euphorisch, dass es mir nicht aufgefallen ist.
Alles in Allem saß ich nach 14 Jahren wieder auf einem Pferd und das gleich knapp drei Stunden, was zur Folge hatte, dass meine Oberschenkel und Knie so weich waren nachher, dass ich nicht absteigen konnte :) H. hatte volles Verständnis, meinte aber, dass das jetzt nix hilft, weil ich ja trotzdem runter muss,…
Jetzt sitze ich da und spüre meine Oberschenkel, meine Knie, meinen Bauch, ja sogar meine Schulter und bin trotzdem die glücklichste Frau in dieser Stadt !
2954 mal gelesen
Tilak hatte einen kleinen Einbruch am Wochenende, mit Tränen und Verzweiflung, hint und vorn kein Geld, wahrscheinlich für immer und ewig allein, nie im Leben Kinder, Weltschmerz eben, ....
Der Unterschied zu sonst, es ist mir öffentlich passiert, K. hat es am Telefon mitbekommen, M. live,....
Ich lebe seit 5 Jahren alleine und habe gelernt mit meinen tiefs allein fertig zu werden (schließlich war ich ja in Therapie und habe dort auch was mitgenommen), ich bin ein Einzelkämpfer (eigentlich seit mein Bruder krank geworden ist und ich als Schwester groß und stark sein musste) und abgesehen von meiner besten Freundin, bekommt Niemand meine Tränen zu Gesicht. Schließlich gilt es das Image der großen, starken tilak, die meistens eine Antwort auf die großen Fragen des Lebens hat, zu wahren.
Irgendwie haben meine Tränen einen kleinen Glücksstrom ausgelöst:
- Der Bankheini hat den Kredit umgeschaufelt und fürs erste mein Konto wieder bereinigt
- Meine Wohnung wird ausgemalt
- Ich werde einen DVD player bekommen
Okay, das ist alles nicht lebenswichtig und ich wäre, abgesehen vom Geld der Bank, auch ohne diese Dinge ausgekommen, aber, dass es Menschen gibt, die sich meinetwegen den Kopf zerbrechen und mir mein Leben versüßen wollen, einfach nur, weil ich tilak bin, das tut schon sehr gut.
Es ist schön, dieses Gefühl und ich bin sehr dankbar dafür !
Btw: der zweite Stern klebt auf meiner Wiegekarte, was bedeutet, dass ich netto 10,50 Kilo abgenommen habe (davon alleine 3 in der weight watchers Sommerpause im August) und ich weiß nun, dass ich das erste Drittel meiner Gewichtsreduktion geschafft habe
3259 mal gelesen
❤️
Du wärst nicht die Erste, die mich nicht erkennt 😂
tilak - 13. Aug, 06:16
ha. zum glück gerade...
ha. zum glück gerade gesehen, auf welche frisur ich...
la-mamma - 12. Aug, 20:02
😂
Du bist auch noch da? Cool!
tilak - 10. Aug, 22:56
Die Michael-Ludwig-Gedächtnisf risur?!...
Die Michael-Ludwig-Gedächtnisf
risur?! *duckundweg*...
gulogulo - 2. Aug, 02:00
Das wird noch etwas dauern...
Das wird noch etwas dauern ...
(Aber zuletzt war ich...
C. Araxe - 30. Jul, 19:58