thai paradise
Sonntag 15:30 Uhr
es ist ein grauer Novembernachmittag der Nieselregen hat sich gelegt
R. war den ganzen Tag verschollen, tilak in Sorge, weil der Mann völlig abstürzt, um 14:00 Uhr endlich am handy erreicht:
R.: Ja, bitteeeee,...*hust*
Tilak erkennt den Zustand blind, er muss von Samstag Nacht über geblieben sein, er klingt, wie eben aufgewacht und immer noch betrunken
Tilak: Was is mit du ?
R.: I was ned,... *hust*
Tilak: Sag, wo bist du überhaupt ?
R.: Was i ned,...*hust*
Tilak denkt an seine Tränen, seinen psychisch äußerst angeschlagenen Zustand und fragt ohne lang zu überlegen, ob eine Abholung hilfreich wäre.
R.: DAS würdest du wirklich machen ?
Im Hintergund wittert H., der mich auch schon lang genug kennt und meine Qualitäten als Taxi sehr schätzt, die einmalige Chance endlich nachhause zu kommen und sagt bereits die Adresse an.
R.: I was ned, i glaub 2. Bezirk, Schr…gasse 6, Ecke …….
Naiv, wie ich immer noch zeitweise bin, frage ich noch,...
Tilak: Hausnummer 6, okay, und weiter, der wird ja nicht das ganze Haus gehören
R.: Das passt schon,...*räusper*
Die Verlegenheit in seiner Stimme habe ich völlig überhört und mich auf den Weg gemacht.
Am Ziel angekommen bemerkt der geübte Taxilenker, dass die Schr...gasse eine Einbahn ist und der Lenker sich von hinten anschleichen muss.
Aus dem Augenwinkel erkenne ich aber Hausnummer 6 und es fällt mir wie Schuppen von den Augen: ein PUFF !
Zuerst musste ich lachen, weil es ja irgendwie typisch für den altbekannten Mann ist, aber dann wurde ich doch sehr zornig, denn immerhin hätte er mir sagen können WO ich ihn am Sonntag Nachmittag abholen werde.
Kaum einen Parkplatz gefunden stürmte ich das Etablissement und blieb gleich an der Eingangstür hängen.
Darauf steht zwar 0-24 Uhr, aber der Zutritt ist nicht automatisch gewährt. Ich war völlig überfordert und habe die Sprechanlage gesucht.
Es gab 3 Klingelknöpfe, die mit 3 Mädchennamen beschriftet waren, Herrgott nochmal, wo sollte ich nun läuten ?
Während ich, mittlerweile, kochend vor Zorn, weil ich völlig überfordert war, überlegte, ob ich den Knallkopf (= R.) jetzt anrufen soll, oder doch gleich ohne Fahrgäste wieder abrausche, wurde die Tür automatisch geöffnet.
Ich schleiche vorsichtig die Stufen in die völlige Finsternis hinunter, während die Chefin sämtliche Lichter anmacht, die sie findet. Im ersten Moment ist mir die Luft weggeblieben. Der Raum war auf ca. 40 °C geheizt und mit mindestens 150 Räucherstäbchen, Marke Opium, verstellt. Ich habe R. ziemlich zur Schnecke gemacht, dass er mir nicht gesagt hat, was mich erwarten wird und mich dann nach dem WC erkundigt, weil ich einen Rückzugsort brauchte. Die örtliche Chefin, eine Thai, also in ihrer Heimat „mama son“ genannt, ist in asiatischer Höflichkeit um mich herumgewieselt und hat mir auch äußerst höflich den Weg zur Toilette gezeigt und ausgeleuchtet.
Ich dachte mir, dass mein Einbruch in diese location sicher nicht sehr höflich war und sagte ihr das thailändische Wort für WC ( "hongnam" ), worauf sich ihr Gesicht tatsächlich erhellte und ich mich zurück ziehen konnte.
10 Minuten später, nachdem H. seinen Toast verzehrt hatte, die mama son mir die Bilder der thaländischen Königin, ihre Schönheitspokale und die Bilder ihrer Kinder gezeigt hatte und ich meine 10 thai Wörter zur Gänze angebracht hatte, verlies ich dieses Etablissement, im Schlepptau die 2 Schnapsleichen.
Ich habe mit meinen Ex wirklich schon vieles erlebt, was andere nur in Büchern lesen oder in Dokumentationen im TV sehen, aber, dass ich knapp vor meinem 35. Geburtstag ein Wiener Puff von innen sehen werde, hätte ich niemals gedacht :)
es ist ein grauer Novembernachmittag der Nieselregen hat sich gelegt
R. war den ganzen Tag verschollen, tilak in Sorge, weil der Mann völlig abstürzt, um 14:00 Uhr endlich am handy erreicht:
R.: Ja, bitteeeee,...*hust*
Tilak erkennt den Zustand blind, er muss von Samstag Nacht über geblieben sein, er klingt, wie eben aufgewacht und immer noch betrunken
Tilak: Was is mit du ?
R.: I was ned,... *hust*
Tilak: Sag, wo bist du überhaupt ?
R.: Was i ned,...*hust*
Tilak denkt an seine Tränen, seinen psychisch äußerst angeschlagenen Zustand und fragt ohne lang zu überlegen, ob eine Abholung hilfreich wäre.
R.: DAS würdest du wirklich machen ?
Im Hintergund wittert H., der mich auch schon lang genug kennt und meine Qualitäten als Taxi sehr schätzt, die einmalige Chance endlich nachhause zu kommen und sagt bereits die Adresse an.
R.: I was ned, i glaub 2. Bezirk, Schr…gasse 6, Ecke …….
Naiv, wie ich immer noch zeitweise bin, frage ich noch,...
Tilak: Hausnummer 6, okay, und weiter, der wird ja nicht das ganze Haus gehören
R.: Das passt schon,...*räusper*
Die Verlegenheit in seiner Stimme habe ich völlig überhört und mich auf den Weg gemacht.
Am Ziel angekommen bemerkt der geübte Taxilenker, dass die Schr...gasse eine Einbahn ist und der Lenker sich von hinten anschleichen muss.
Aus dem Augenwinkel erkenne ich aber Hausnummer 6 und es fällt mir wie Schuppen von den Augen: ein PUFF !
Zuerst musste ich lachen, weil es ja irgendwie typisch für den altbekannten Mann ist, aber dann wurde ich doch sehr zornig, denn immerhin hätte er mir sagen können WO ich ihn am Sonntag Nachmittag abholen werde.
Kaum einen Parkplatz gefunden stürmte ich das Etablissement und blieb gleich an der Eingangstür hängen.
Darauf steht zwar 0-24 Uhr, aber der Zutritt ist nicht automatisch gewährt. Ich war völlig überfordert und habe die Sprechanlage gesucht.
Es gab 3 Klingelknöpfe, die mit 3 Mädchennamen beschriftet waren, Herrgott nochmal, wo sollte ich nun läuten ?
Während ich, mittlerweile, kochend vor Zorn, weil ich völlig überfordert war, überlegte, ob ich den Knallkopf (= R.) jetzt anrufen soll, oder doch gleich ohne Fahrgäste wieder abrausche, wurde die Tür automatisch geöffnet.
Ich schleiche vorsichtig die Stufen in die völlige Finsternis hinunter, während die Chefin sämtliche Lichter anmacht, die sie findet. Im ersten Moment ist mir die Luft weggeblieben. Der Raum war auf ca. 40 °C geheizt und mit mindestens 150 Räucherstäbchen, Marke Opium, verstellt. Ich habe R. ziemlich zur Schnecke gemacht, dass er mir nicht gesagt hat, was mich erwarten wird und mich dann nach dem WC erkundigt, weil ich einen Rückzugsort brauchte. Die örtliche Chefin, eine Thai, also in ihrer Heimat „mama son“ genannt, ist in asiatischer Höflichkeit um mich herumgewieselt und hat mir auch äußerst höflich den Weg zur Toilette gezeigt und ausgeleuchtet.
Ich dachte mir, dass mein Einbruch in diese location sicher nicht sehr höflich war und sagte ihr das thailändische Wort für WC ( "hongnam" ), worauf sich ihr Gesicht tatsächlich erhellte und ich mich zurück ziehen konnte.
10 Minuten später, nachdem H. seinen Toast verzehrt hatte, die mama son mir die Bilder der thaländischen Königin, ihre Schönheitspokale und die Bilder ihrer Kinder gezeigt hatte und ich meine 10 thai Wörter zur Gänze angebracht hatte, verlies ich dieses Etablissement, im Schlepptau die 2 Schnapsleichen.
Ich habe mit meinen Ex wirklich schon vieles erlebt, was andere nur in Büchern lesen oder in Dokumentationen im TV sehen, aber, dass ich knapp vor meinem 35. Geburtstag ein Wiener Puff von innen sehen werde, hätte ich niemals gedacht :)
tilak - 7. Nov, 12:23
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