Mittwoch, 1. Februar 2017

Mama Hero

Kinder-im-Schnee

Wenn es in Wien, ob angesagt oder nicht, mehr als 10 cm schneit, geht die Welt unter. So auch heute am 01.02.2017, wo kein Mensch mehr Schnee braucht, schon gar nicht in der Großstadt. Wieder einmal 20 Minuten auf den Bus gewartet, der wieder einmal nicht gekommen ist. Wir wohnen beim Mexikoplatz, nicht im hintersten Winkel eines Außenbezirks, aber der 11A Richtung Stadion ist eine Herausforderung. Wir haben es trotzdem in den Kindergarten geschafft. Dort wurde ich zu Mama Hero.
Eine junge Frau versucht verzweifelt aus einem Parkplatz zu kommen, aber sie ist vorne und hinten vom Schnee blockiert. Ich stelle die Kids am Gehsteig ab und schiebe das Auto hinten an. Zum Glück ist die Lady schlau und lässt den Wagen immer wieder vor und zu zurück rutschen, mit Schwung schaffen wir es nach einigen Versuchen. Ich bin nicht ausgerutscht dabei und sie hat mich auch nicht mit Schnee verschüttet. Sie bedankt sich lautstark und herzlich, aber das war nichts gegen den Anblick meiner Kinder, als ich mich umdrehe. Sie stehen da mit großen Augen und offenen Mündern: “ Wouw Mama, bist DU stark!“

In solchen Momenten könnte ich platzen vor Freude, weil diese Emotion der Kinder so offen und ehrlich ist. Rebecca hat mich mit 4 Jahren gefragt, warum wir Haare waschen müssen. Ich erzähle, dass die Haare schmutzig werden auch, wenn man das nicht so offen sieht, wie bei den Fingern. Aber die Haare werden staubig und fettig und man muss sie eben rechtzeitig waschen. Damals hat sich mich bewundert gefragt, warum ich soviel weiß. Ich genieße diese Augenblicke, weil ich natürlich weiß, dass ich nicht alles weiß. Aber in den Augen der Kinder bin ich immer wieder Mama Hero!
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Montag, 30. Januar 2017

24 Stunden

Dieser Text passt so sehr hierher, also muss ich das auch hier schreiben (zumindest erstmal) - ja, ich gestehe, auch ich bin twoday untreu geworden letztes Jahr und schreibe seit einiger Zeit auch auf wordpress. Es ist ganz anders dort und mit den Anfängen hier gar nicht zu vergleichen. Aber auch ich lebe ein ganz anderes Leben als vor 14 Jahren, somit passt das schon.
Jedenfalls war ich 24 Stunden alleine unterwegs und das war echt eigenartig! Der liebe Herr P2 hat mich eingeladen seinen runden Geburtstag zu feiern und da seine Wohnstadt nicht meine Wohnstadt ist, bin ich mit dem Zug zu ihm gefahren. Da sein Fest abends stattfand habe ich die Kinder zuhause gelassen und war tatsächlich 24 Stunden allein unterwegs.
Im Hintergrund geisterte in dieser Zeit meistens der Gedanke

wie früher

sofort abgelöst von dem Gedanken

du bist nicht mehr allein und du vermisst die 2 Nervensägen

Schon bei der Platzsuche im Zug fand ich komisch, dass ich nur einen Platz brauchte. Dann die Ruhe fast 2 Stunden, keiner brauchte was, keiner suchte was, keiner ist vor Langeweile fast gestorben. Ich war so in mein Buch versunken, dass ich sogar den Schaffner ignorierte - sorry Mutter auf Entzug allein unterwegs - Gott sei Dank habe ich den Ausstieg nicht verpasst.
Bei der Feier war ich mit 3 stolzen Töchtern konfrontiert, die dem Jubilar eine liebevolle Rede hielten und irgendwie um die Wette strahlten. Der Mann hat in Bezug auf seine Kinder alles richtig gemacht! Er ist nicht nur in dieser Hinsicht ein Vorbild für mich.
Spät ins Bett gekommen, schlecht eingeschlafen, kurz durchgeschlafen, alleine im Bad ? alleine am Klo ?, ich habe die Zwerge echt vermisst. Ok, ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich seit ca. 2 Jahren das Bad und das Klo wieder für mich alleine habe. Aber vor der Tür stehen und was dringendes rein rufen können sie heute noch.
Es war eine schöne Feier, das Frühstück war sehr lecker und ausgefallen, es war eine Ehre für mich eingeladen zu werden, die ich gerne angenommen habe. Aber als ich Sonntag Nachmittag die Wohnungstür geöffnet habe und beide Kinder mich begrüßten mit den Worten: Mama, ich hab dich lieb
war ich wieder komplett.
Dass die Kinder jemals allein irgendwo unterwegs sein werden ist für mich so unvorstellbar, wie, dass ich im Lotto gewinne!
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Freitag, 27. Januar 2017

gefährliche Arbeit

Über Delogierungen habe ich ja schon hier und hier geschrieben. Rückblickend betrachtet sind das harmlose Geschichten, wenn man bedenkt, dass der Mietnomade, der 2014 in der Nacht vor seiner Delogierung die Wohnung mit Benzin angezündet hat und dadurch eine junge Studentin getötet hat, vorher bei uns Mieter war. Seitdem habe ich immer ein mulmiges Gefühl bei Delogierungen.
Gestern war es also soweit und ein Hausverwalter ist im Zuge einer Delogierung getötet worden. Ich weiß schon, dass das bisher so drastisch noch nicht vorgekommen ist und wohl auch nicht mehr so schnell passieren wird, aber das Gefühl ist trotzdem nicht angenehm. Generell sind Delogierungen keine schöne Sache auch nicht nach bald 14 Jahren Berufserfahrung. Aber, wenn ich einen gefährlichen Job mit Nervenkitzel gesucht hätte, wäre ich Polizistin oder Detektivin geworden.
Bei meiner letzten Delogierung 2016 im 2. Bezirk war ich noch verwundert, dass die Gerichtsvollzieherin die Polizei geholt hat. Mittlerweile denke ich mir, sie wird schon wissen, was sie tut, immerhin hat sie tagtäglich damit zu tun.
Ich finde es wirklich schade, dass unsere Welt scheinbar immer brutaler wird. Oder war das immer schon so und ich habe es aufgrund meiner Jugend nur nicht bemerkt?
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Dienstag, 29. November 2016

Wählen, das neue Hobby

Heute morgen in der Begegnungszone beim Bahnhof Wien Mitte:
Ein junger Mann will mir einen VdB Zettel in die Hand drücken, ich sage so freundlich es die Uhrzeit zulässt, dass ich schon gewählt habe. Darauf er voll motiviert:" Ich weiß, aber jetzt ist es auch voll wichtig!" Ich wiederhole, dass ich schon gewählt habe und will weiter gehen, da läuft er mir nach und will mir noch einmal sagen, wie wichtig gerade die Wiederholung der Stichwahl ist. Seufz.
"Junger Mann, ich habe am Sonntag streng geheim und ganz allein mein Kreuz gemacht und das Kuvert in den Postkarten geworfen! Weil ich am Sonntag bei Frau La-Mamma am Land bin!"
Wie kann man morgens um 8 Uhr so motiviert sein?
Und abgesehen von den 3 Wahlgängen zur Wahl des Bundespräsidenten, habe ich heuer schon 2x die Bezirksvertretung im 2. Bezirk gewählt!
Wählen, mein neues Hobby!
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Donnerstag, 27. Oktober 2016

Blogger-kids-Treffen

Auf Initiative von la-Mamma haben wir uns endlich einmal (wieder) getroffen, diesmal mit kids. Ich habe schon einige Blogger Treffen besucht, früher auch selbst organisiert, aber was Dienstagabend passiert ist, war wirklich überwältigend. Ich habe meinen Kindern erzählt, wir treffen eine Frau mit 6 jährigem Sohn, die ich ewig vom Internet kenne, aber noch nie (ja, Alzheimer lässt grüßen) gesehen habe. Wir läuten also um 17:45 Uhr an, die Tür wird stürmisch vom Sohn des Hauses geöffnet, die Kinder begrüßen sich wie alte Kumpels, Jacken und Schuhe fallen zu Boden, die Kinder dampfen ab und wurden die nächsten 3 Stunden nicht mehr gesehen.
Ehrlich, ich habe sowas noch nie erlebt. Wir sind oft unterwegs, meistens mit Kindern, die sich untereinander kennen und da gibt es immer wieder Streit zu schlichten oder anderes. Dann ist 3 auch so eine gemeine Zahl, wo meistens einer „über“ bleibt. Nicht so in dieser Gruppe. Der Sohn des Hauses ist wirklich Zucker und gar nicht schüchtern! Er hat mindestens 1 Seite fehlerfrei vorgelesen, Rebecca wurde immer stiller und sehr traurig, weil sie auch 6 Jahre alt ist und noch nicht lesen kann. Aber ich hatte gar nichts zu tun, X. höchstpersönlich hat sie gekonnt getröstet.
Die überraschend geraume freie Zeit, die uns blieb, haben la-Mamma und ich ausgiebig zum Tratschen genutzt, eigenartigerweise haben auch wir uns blendend verstanden :) Besonders lustig fand ich die Tatsache, dass sie extra Vollkornspagetti gekauft hat, weil sie nicht wusste, ob ich von der gesunden Sorte bin und ich ihr dann gestanden habe, dass ich extra Haribo mitgebracht habe, weil ich nicht wusste, ob der Sohn Schokolade darf. Auch das Essen mit 3 Kindern lief halbwegs gesittet ab, la-Mamma ist eine prima Gastgeberin und ich glaube, dass sie Kindern keinen Wunsch abschlagen kann, so gab es dann noch Kakao für Alle.
Mittlerweile haben die Kinder ihre Schulsachen verglichen und beim Verstecken spielen die ganze Wohnung erobert. Es gab kein einziges Mal Streit, nicht die kleinste Kleinigkeit (ich kann es immer noch nicht fassen) und die Zeit verging, wie im Flug.
Gegen 21:00 Uhr sind wir gegangen, so lang war ich noch nie aus mit den kids, X. hat gleich seine Freundebuch mitgegeben mit dem Wunsch, dass beide Kinder sich eintragen sollen und somit haben wir einen wichtigen Grund uns bald wieder zu sehen. So eine Harmonie muss unbedingt gefördert werden, zumal wir nah beieinander wohnen.
Wieder einmal zeigt sich, wie wichtig twoday immer noch für mich ist und wie aus einzelnen Kontakten hier, Freundschaften über Generationen entstehen können. Immerhin ist Rebeccas Taufpate, der Sohn von twoday bloggern!
196 mal gelesen
ja freilich
lesen auf jeden fall! aber WP verlangt ja anmeldung...
Susi - 4. Feb, 05:35
@Susi
ist mir schon aufgefallen, dass du auf wp nicht kommentierst....
tilak - 2. Feb, 09:29
freu mich dass du
wieder drei so schöne beiträge verfasst hast....
Susi - 1. Feb, 18:28
Danke!
Fasziniert hat die Kinder, dass da wo sie stehen, normalerweise...
tilak - 1. Feb, 16:41
das foto ist ja zum niederknien!...
das foto ist ja zum niederknien! die heldin der geschichte...
la-mamma - 1. Feb, 16:18

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ja freilich
lesen auf jeden fall! aber WP verlangt ja anmeldung...
Susi - 4. Feb, 05:35
@Susi
ist mir schon aufgefallen, dass du auf wp nicht kommentierst....
tilak - 2. Feb, 09:29
freu mich dass du
wieder drei so schöne beiträge verfasst hast....
Susi - 1. Feb, 18:28
Danke!
Fasziniert hat die Kinder, dass da wo sie stehen, normalerweise...
tilak - 1. Feb, 16:41
das foto ist ja zum niederknien!...
das foto ist ja zum niederknien! die heldin der geschichte...
la-mamma - 1. Feb, 16:18

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Zuletzt aktualisiert: 4. Feb, 05:35

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