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Freitag, 5. August 2005

speed-queen

Ich liebe es Auto zu fahren. Ich meine nicht den quälenden Stadtverkehr, wo man auch nachts durch Ampeln oder Geschwindigkeitslimits stark eingeschränkt ist. Ich meine wirklich fahren! Heute morgen kam ich diesbezüglich in den größten Genuss seit langem.
Knapp nach sieben ins Auto gesetzt und Richtung Wien aufgebrochen. Die Luft war klar, die unendliche Weite des Waldviertels vor mir, leichter Dunst über den Wiesen, die Sonne ist aufgegangen, die ersten Traktoren auf den Feldern, Wien schien so weit weg. Und die Straße vor mir ein einziges freies Band. Oh Gott, es war herrlich das Auto wirklich laufen zu lassen, der Wagen schmiegt sich in die Kurven, er gleitet über die Straße, ein echt geiles Gefühl. Die diversen Nebengeräusche, die ein 14 Jähriger Golf ab 100 km/h produziert, konnte ich dank der schönen Musik nicht hören. Grinsend musste ich an meine Jugend denken, als meine Eltern sagten, ich hätte wohl ein Bub werden sollen, weil ich so wild war und vor nichts Angst hatte (und dementsprechend oft im Krankenhaus geflickt wurde). Gut eigentlich, dass ich kein PS starkes Auto habe, wenn es mir so Spaß macht zu gleiten :)

Ein anderer Traum von mir, der sich sicher nie verwirklichen wird, ist es, in einem Porsche über die für mich gesperrte Tangente zu düsen.

Nach der Hälfte der Bundesstraßenstrecke hatte ich dann allerdings einige LKW vor mir, aber ich war entschädigt durch die ersten 50 km freie Fahrt. Auf der Autobahn habe ich entdeckt, dass der Golf mit Rückenwind tatsächlich noch auf 160 km/h beschleunigt.
Irgendwie vermittelt mir das Waldviertel auch immer wieder ein Gefühl der Freiheit und es zahlt sich jeder einzelne gefahrene Kilometer aus, auch, wenn ich jetzt saumüde und mit Augenringen dasitze.
Ich lebe und das ist ein gutes Gefühl !
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das Schülerkonzert

Gleich nach der Arbeit bin ich ins schöne Waldviertel aufgebrochen, wurde von hidden mask erwartet und auf abenteuerlichem Weg (kurvenreich, berab, bergauf) durch eine wunderschöne Landschaft und zahlreiche Wälder, in Höllentempo via unzähligen Umleitungen nach Gutenbrunn transportiert. Dort hatte Peter Ratzenbeck , der begnadete Gitarrist, in dessen Musik ich mittlerweile immer mehr versinke, ein zweiwöchiges Seminar für Anfänger bis hardliner, eben Gleichgesinnte, abgehalten. PeZwo schwärmt seit Monaten von dem Abschlusskonzert, dass jedes Jahr nach dem Gutenbrunn-Seminar abgehalten wird. Peter ist quasi nur der Gastgeber, sprich er stellt seine Topanlage zur Verfügung und die Schüler präsentieren, was sie zwei Wochen lang gelernt bzw. geübt haben.
Das Wort Schülerkonzert ist allerdings schwer untertrieben.
Was heute abend dort geboten wurde, kann man nur in dem Sinn als Schülerkonzert bezeichnen, als Peters Schüler dort spielen. Gehört haben wir tlw. wirklich professionelle Musik vom Feinsten, die natürlich durch den ausserordentlichen Klang, den Peters hightech Musikanlage bietet, besonders schön zur Geltung kam.
Die Stimme der S. hat eine unbeschreibliche Reinheit, klingt in der Höhe sehr fein und ist trotzdem extrem kräftig.
Beeindruckt war ich auch von einem irischen Lied, welches von Vater und Tochter gespielt und gesungen wurde.
Das Konzert ging über 2 Stunden und es würde zu lange dauern jeden Interpreten zu nennen, jedenfalls waren hidden und ich sehr beeindruckt und wir freuen uns auf die Video CD, die mitgeschnitten wurde.
Freilich gab es, für mich persönlich, 2 absolute highlights:
PeZwo himself, den ich ohne Übertreibung als Profi an der Gitarre bezeichnen kann. Er spielt mit einer Freude, die selbst auf mich, als äußerst un-musikalischen Menschen überspringt und seine Stimme, verstärkt durch das Mikrofon, kann auch so einiges.
Und dann natürlich der Meister, Peter Ratzenbeck in Begleitung des Liedermachers, Franz Zwazl, der einige der Musikstücke Peters mit Texten bereichert. Sie brachten ein neues Lied, dessen Text ich bereits mitsinge, obwohl ich es erst einmal gehört habe. Ich freue mich auf die neue CD, weil ich jetzt schon weiß, dass "Mitt`n im Reg`n und in da Fruah" drauf sein wird. Und als krönenden Abschluss gab es mein derzeitiges Lieblingslied mit dem bezeichnenden Titel "Ka Liad". Ich hatte schon vor ein paar Wochen die Ehre Franz Zwazl kennen zu lernen, ein sehr lustiger Typ, der allerdings mit seinen Text echt tief unter die Haut geht.
Alles in Allem ein wunderschöner Abend und obwohl ich nicht ein einziges Instrument spielen kann und Stimmung für mich bisher mein körperliches Befinden bedeutet hat, fühle ich mich bei diesen Leuten einfach sauwohl.

gitarre
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