Freitag, 6. Februar 2004

Fernweh

Zeit meines Lebens habe ich Schübe von Fernweh. Lange bevor ich jemals im Ausland war, bin ich zuhause am Fenster gestanden und habe mich an Orte gewünscht, die ich aus dem Geographieunterricht kannte. Bahnhöfe, mit ihren Schienen ins Unendliche, übten eine unglaubliche Faszination aus. Dann kam die Zeit mit R. und damit die Zeit des großen Reisens, Mexiko, 2x USA und eben 3x Asien. Heute kann ich mein Fernweh definieren. Heute weiß ich, wohin es mich zieht. Habe mal mit l. darüber gesprochen, sie hat auch Fernweh nach einem großen, fernen Land, aber sie war noch nie da. Die Sehnsucht ist trotzdem schmerzhaft groß, aber sie weiß nicht, was sie vermisst, weil sie eben noch nie dort war.
Die Unterhaltung mit M69, die e-mails von R. aus Vietnam (im Augenblick ist er in Thailand), all das hat die Sehnsucht wieder angefacht, hat Erinnerungen geweckt.
Wie die Mädels an der Bar, die von einem Tag zum anderen leben, mich an der Hand nahmen, zu ihrem Tisch brachten und ihr Essen mit mir geteilt haben. Das hat mich echt berührt, ich hocke dort als Ausländer, zwar auch nicht viel Geld in der Tasche (für unsere Verhältnisse), aber doch genug um dorthin zu fliegen und werde zum Essen eingeladen.
Wie die Besitzerin einer Strandbude in Vietnam mir extra Tabletten und Saft gegen meinen Husten besorgt hat und mir mit großen Augen erklärt hat, wie ich das jetzt nehmen muss.
Wie der Hotelbewacher in Kambodscha mich nachts um 22:00 nicht mehr allein auf die Straße gehen lies und bei mir auf der Bank gesessen ist, bis R. kam.
Wie ich nachts auf dem Hausboot am river kwai in der Hängematte lag und mich im Mond verloren habe.
Wie ich auf der obersten Ebene des Haupttempels in Angkor Wat den Sonnenuntergang über dem Dschungel beobachtet habe.

angkor

Und irgendwann bleib i dann durt, geh von daham für imma furt……..
824 mal gelesen

365 Tage - Liebling

Ich kann mich noch erinnern, wie spannend das war bei twoday mein weblog anzulegen. Ich hatte absolut keine Ahnung, was ich eigentlich damit tun sollte. Ich fühlte mich wie der vermeintliche Dichter vor dem weißen Blatt Papier.
So habe ich die erste Zeit damit verbracht ein layout zu gestalten. Dann die ersten selbst geschrieben Zeilen, die Aufregung am Anfang, die ewige Frage,
soll ich das wirklich online stellen ?
Interessiert das Jemand ?
Was denken sich die Anderen ?
Liest das überhaupt Jemand ?

Wenn man allerdings schon Leser von woelfin und luder war, denkt man sich dann doch com.egal. Und dann die ersten Reaktionen. Da gibt es tatsächlich Leute, die bei mir comments schreiben. Die Freude war groß und der Knopf hat sich gelöst. Niemals hätte ich vor einem Jahr gedacht, wie offen ich meine Gedanken hier formulieren werde. Twoday hat mir definitv sehr viel gebracht, ich habe mich intensiv mit mir auseinander gesetzt und einige Erlebnisse verarbeitet. Ich habe „Freunde kennen gelernt“ an die man auch zwischendurch mal denkt, obwohl man nur die nicks kennt, die man gerne besucht und um die man sich sorgt, wenn man länger nichts hört/liest von ihnen. Es ist irgendwie verrückt und das wird mir jetzt klar, wo ich hier sitze und versuche das zu formulieren. Ich habe 2x versucht Leuten, die nicht bloggen zu erklären, was ich tue und warum ich es tue und warum mir das so verdammt viel gibt, dass ich doch einige Zeit investiere. Es war sinnlos, ich konnte es nicht erklären.
Und noch etwas ist wohl ausschlaggebend: twoday ist etwas, das mir alleine gehört. Ich muss es mit Niemand (aus meiner irl-Welt) teilen, es ist meins. Meine Eltern wissen nicht mal, dass ich hier schreibe. Und das ist ein echt gutes Gefühl.
Ich möchte allen, die in diesen Tagen ihren 1. Geburtstag haben, alles Gute wünschen und dass ihr weiterhin viel Inspiration, Motivation und Freude hier habt.
Last but not least:
Ein großes Dankeschön an alle, die im Hintergrund, dafür sorgen, dass twoday an 365 Tagen im Jahr so toll läuft, wie es läuft.
Khorb khun ka – danke !
408 mal gelesen

Dein Status

Hallo Fremder !
tilak@networld.at
TILAK`S GÄSTE

schau mal

liebe

wer suchet, der findet

 

auf`m Nachtkastl


Udo Jürgens, Michaela Moritz
Der Mann mit dem Fagott


Gerhard Wisnewski
Operation 9/11


Richard North Patterson, Richard North Patterson
Der Kandidat


Michael Ridpath, Hainer Kober
Das Programm

draussen

Aktuelles Wetter in Vienna:


Temperatur: 19 C
UV Index: 0
Luftfeuchte: 53 %
Sichtweite: Unlimited km
Luftdruck: 990.9 mb
Windstärke: 21 km/h

Weather data provided by weather.com

Archiv

Februar 2004
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 3 
 5 
 7 
 9 
10
12
16
18
21
22
25
27
28
 

Aktuelle Beiträge

tilak - 6. Okt, 16:43
@pathologe
den hätts sicher zerrissen *grins*

pathologe - 6. Okt, 12:49
Am Zupfgeigenhansel? (War ...
Am Zupfgeigenhansel? (War bestimmt kein Kosmetikspiegel)

tilak - 6. Okt, 12:46
ich verstehs eh,
ich fragte ja nur für die anderen :)

gulogulo - 6. Okt, 12:13
und das von einer wienerin. ...
und das von einer wienerin. ich bin erschüttert. ;-)

tilak - 6. Okt, 12:02
@walküre
der gewählte Duft ist perfekt!!!!!!!!

Status

Online seit 2069 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 6. Okt, 16:43

Credits

Knallgrau New Media Solutions - Web Agentur für neue Medien

powered by Antville powered by Helma


xml version of this page

twoday.net AGB


10 Fragen
Alltag
Beobachtungen
Bilder
bloggertreffen
der ex
dies und das
Erinnerungen
Erlebnisse
Fernweh
Fragestunde
Gedanken
Geschichten
Gesundheit
glueck gehabt
guestbook
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren